Gerade im Bereich von T-Stücken und seitlichen Zuläufen (Einläufen) treten überdurchschnittlich viele
Schäden auf: Risse, Ausbrüche, undichte Übergänge und Wurzeleinwuchs. Gleichzeitig sind diese
Bereiche baulich oft schwer zugänglich – hinter Vorwänden, Schächten, in Decken oder unter Gebäuden.
Mit modernen Abzweigliner-Systemen sanieren wir solche Problemstellen von innen, ohne Aufstemmen
und ohne komplette Erneuerung der Leitungen. So werden Abzweige dauerhaft dicht, statisch verstärkt
und bleiben voll funktionsfähig.
Unsere Abzweigsanierung kommt vor allem zum Einsatz bei:
• schadhaften T-Stücken und Y-Stücken
• undichten Einläufen und Zuläufen in Hauptleitungen
• Ausbrüchen und Materialverlust im Bereich von Abzweigen
• Rissen und Undichtigkeiten an Übergängen zwischen Haupt- und Anschlussleitung
Die eingesetzten Systeme sind für typische Hausanschluss- und Gebäudeleitungen ausgelegt und decken
u. a. ab:
• Nennweiten ab DN 50 im Anschlussbereich
• Haupt- und Nebenläufe in der Regel bis DN 200 (größere Nennweiten projektabhängig)
• Abzweigwinkel 15°, 30°, 45°, 67° und 90°
• Leitungsführungen mit Bögen und Versätzen im Bereich der Einläufe
Durch flexible Abzweigpacker mit hochdruck- und temperaturbeständigen Blasen lassen sich die Liner
auch in eng geführten und verwinkelten Abzweigbereichen sicher positionieren.
Bei der Abzweigsanierung arbeiten wir mit speziell konfektionierten Einlauf- bzw. Abzweiglinern:
• Im Hauptlauf wird ein Liner- oder Kurzliner-Segment positioniert, das den Einbindebereich mit überdeckt.
• Von diesem Segment aus wird ein „Hut“ bzw. Abzweigkragen in den seitlichen Zulauf geführt, der sich
dort an die Rohrinnenwand anlegt.
• Über einen speziell geformten Abzweigpacker wird das gesamte Element unter Druck gegen die
Rohrwand gepresst und mit Reaktionsharz ausgehärtet.
Nach der Aushärtung entsteht ein formschlüssiger, dichter Übergang zwischen Haupt- und
Anschlussleitung. Risse, Ausbrüche und Undichtigkeiten im Bereich des Abzweigs werden dauerhaft
geschlossen, der Anschluss erhält eine neue, statisch wirksame Innenhaut
1. Reinigung und TV-Inspektion
Die betroffenen Leitungsabschnitte werden zunächst gründlich gereinigt (Spülung, Frästechnik).
Anschließend erfassen wir mittels Kamera:
– Lage des Abzweigs
– Nennweiten von Haupt- und Anschlussleitung
– Abzweigwinkel (z. B. 15°, 30°, 45°, 67° oder 90°)
– Art und Ausmaß des Schadens
2. Vermessung und Konfektion
Auf Basis der TV-Aufnahmen werden Längen, Positionen und Winkel genau bestimmt. Der Abzweigliner
wird auf diese Geometrie zugeschnitten und vorbereitet.
3. Einbau und Positionierung
Der Liner wird auf einem Abzweigpacker montiert und in die Leitung eingebracht. Unter Kamerakontrolle
positionieren wir das System so, dass der „Hut“ exakt im Abzweig sitzt und der Fußbereich den
schadhaften Bereich im Hauptlauf vollständig überdeckt.
4. Verpressen und Aushärtung
Der Packer wird mit Luft unter Druck gesetzt und presst den Abzweigliner an die Innenwand von Hauptund Anschlussleitung. Das Harz härtet innerhalb der vorgegebenen Zeit aus und verbindet sich dauerhaft
mit der Rohrwand.
5. Entnahme und Kontrolle
Nach der Aushärtung wird der Packer entlüftet und aus der Leitung gezogen. Eine abschließende
TV-Inspektion dokumentiert den sanierten Abzweig mit Bild- oder Videoaufzeichnung, die bei Bedarf auch
für Verwaltungen, Versicherer oder Gutachter genutzt werden kann.
Durch den konsequenten Einsatz moderner Abzweigliner- und Packertechnik über viele Jahre haben wir
umfangreiche Erfahrung in:
• Abzweigsanierungen in beengten Schächten und Gebäudebereichen
• Kombination von Abzweigsanierung mit Inliner- und Kurzliner-Maßnahmen
• Sanierung von Einläufen ab kleinen Nennweiten ab DN 50 bis hin zu größeren Sammelleitungen
• Umgang mit komplexen Leitungsverläufen, Bögen und Richtungswechseln im Bereich der Abzweige
Für Sie bedeutet das: eine fachgerechte, nachvollziehbar dokumentierte Sanierung auch dort, wo
konventionelle Bauweisen schnell an Grenzen stoßen oder mit erheblichen Eingriffen in die Bausubstanz
verbunden wären.
• gezielte Sanierung nur im Bereich des geschädigten Abzweigs
• keine oder stark reduzierte Aufgrabungen und Stemmarbeiten
• dauerhaft dichte Einläufe und Übergänge
• statische Verstärkung kritischer Anschlussbereiche
• kombinierbar mit Inliner-, Kurzliner- und Beschichtungsverfahren
• besonders geeignet für bewohnte Gebäude und sensible Bereiche (z. B. Bäder, Schächte,
Technikbereiche)
Abzweigsanierungen in T-Stücken und seitlichen Zuläufen führen wir im gesamten Einsatzgebiet um Geseke und Iserlohn aus – zum Beispiel in Lippstadt, Soest, Warstein, Büren, Paderborn, Hemer, Menden, Hagen, Schwerte, Unna und Arnsberg. Bei komplexen Sanierungskonzepten sind wir in ganz NRW und projektabhängig bundesweit im Einsatz.