Nicht jede beschädigte Leitung muss komplett saniert werden. Häufig liegen die Probleme an einzelnen
Stellen: Risse, undichte Muffen, Wurzeleinwuchs oder Ausbrüche im Rohr. Genau hier setzt die
Kurzliner-Sanierung an: einzelne Schadstellen werden von innen mit einer kurzen, mit Harz getränkten
Glasfasermatte dauerhaft repariert – ohne Aufgraben und ohne komplette Erneuerung des
Leitungsabschnitts.
Kurzliner können bereits in sehr kleinen Nennweiten ab DN 40 eingesetzt werden und sind ebenso für
größere Durchmesser geeignet.
Typische Einsatzfälle:
• einzelne Längs- oder Querrisse im Rohr
• undichte oder verschobene Muffen
• lokale Wurzeleinwüchse
• Ausbrüche und abgeplatzte Stellen an der Rohrwand
• punktuelle Schäden nach unsachgemäßen Bohrungen oder Belastungen
Die Kurzliner-Sanierung ist ideal, wenn:
• der Großteil der Leitung noch in gutem Zustand ist
• nur einzelne Stellen instandgesetzt werden müssen
• Aufgrabungen oder Stemmarbeiten im Gebäude vermieden werden sollen
Ein Kurzliner besteht aus:
• einer Glasfasermatte oder einem speziellen Trägermaterial
• einem reaktiven Harzsystem, das nach der Aushärtung eine feste, dichte und widerstandsfähige
Innenlage bildet
• einem Sanierungspacker, über den der Kurzliner in das Rohr eingebracht, positioniert und an die
Rohrwand gepresst wird
Nach der Aushärtung entsteht an der Schadstelle ein „Rohr-im-Rohr“-Abschnitt mit hoher Festigkeit und
Dichtheit.
Kurzliner setzen wir in Nennweiten ab DN 40 ein – von kleinen Anschlussleitungen im Gebäude bis hin zu
größeren Sammelleitungen.
1. Reinigung und Schadenlokalisierung
Die betroffene Leitung wird zunächst gereinigt (z. B. Hochdruckspülung, mechanische Reinigung).
Anschließend lokalisieren wir die Schadstelle exakt mit der TV-Kamera und messen Position und Länge
ein.
2. Vorbereitung des Kurzliners
Die Glasfasermatte wird passend zugeschnitten und mit dem Harzsystem getränkt. Die Länge richtet sich
nach der Ausdehnung des Schadens und einem notwendigen Überdeckungsspielraum zu beiden Seiten.
3. Einbau und Positionierung
Der vorbereitete Kurzliner wird auf einem Sanierungspacker montiert und in die Leitung eingebracht. Unter
Kamerakontrolle positionieren wir den Packer genau an der Schadstelle.
4. Aufblasen und Aushärtung
Der Packer wird aufgeblasen und presst den Kurzliner an die Rohrinnenwand. Nach der vorgegebenen
Aushärtezeit wird der Packer wieder entlüftet und aus der Leitung gezogen – der Kurzliner verbleibt fest an
der Rohrwand.
5. Abschlusskontrolle und Dokumentation
Zum Abschluss wird die reparierte Stelle erneut mit der Kamera befahren. Die sanierte Schadstelle wird
dokumentiert und kann auf Wunsch in Protokollen und Videoform für Eigentümer, Hausverwaltungen und
Versicherungen bereitgestellt werden.
Wir setzen Kurzlinersysteme seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Objektarten und Leitungssituationen
ein – von kleinen Küchen- und Badleitungen bis hin zu komplex verzweigten Grundleitungen im
Außenbereich.
Durch diese Erfahrung können wir:
• Schadstellen sauber bewerten und das Kurzlinersystem exakt auslegen
• Kurzliner auch in schwierig erreichbaren Leitungsbereichen sicher einbringen
• Kombinationen aus Kurzliner, Inliner, Abzweigsanierung und Beschichtung sinnvoll planen
Für Sie bedeutet das: eine technisch saubere, dokumentierte Reparatur genau dort, wo sie erforderlich ist
– ohne unnötige Eingriffe an unbeschädigten Leitungsabschnitten.
• punktgenaue Reparatur einzelner Schadstellen
• keine komplette Sanierung des gesamten Leitungsabschnitts nötig
• in vielen Fällen ohne Aufgrabung oder Stemmarbeiten
• kurze Einbau- und Aushärtungszeiten
• hohe Festigkeit und Dichtheit im reparierten Bereich
• kombinierbar mit Inliner-, Abzweig- und Beschichtungsverfahren
Kurzliner-Sanierungen führen wir ab DN 40 im Bereich von Anschlussleitungen, Fallleitungen und Grundleitungen durch – unter anderem in Geseke, Lippstadt, Soest, Rüthen, Warstein, Büren, Paderborn, Iserlohn, Hemer, Menden, Hagen, Schwerte und Unna. Darüber hinaus sanieren wir Schadstellen in Abwasserleitungen in ganz NRW.